Reedstorm Saxophone Quartet
Roland Schmitt 
alto & soprano saxophones
Michael Scheunemann
alto saxophone
Torsten Piper
tenor saxophone
Christof Griese
baritone saxophone

Reedstorm wurde 1994 in Berlin gegründet und gewann bereits wenige Monate später den renommierten Studiopreis des Berliner Senats. 1995 erschien die Debut CD bei Acoustic Music Records in Osnabrück und wurde frenetisch aufgenommen.
Inzwischen hat sich das Quartett weiterentwickelt, neue Kompositionen wurden geschrieben, viele Konzerte gegeben und die zweite CD liegt nun in Ihren Händen.
Und die vier Musiker wissen dabei nicht nur als glänzend aufeinander eingespieltes Ensemble sondern auch als eigenständige Solisten zu überzeugen. Jeder der vier Saxophonisten hat kompositorisch zu diesem Werk beigetragen und Sie können sich auf die Reise begeben. Aussicht wie immer eher stürmisch als hölzern.Reestorm was founded in Berlin at the beginning of 1994 and some month later the four saxophonists had been awarded the highly reputated Studiocompetition by the Berlin Arts Council. 1995 their first CD was released by Acoustic Music Records in Osnabrück and was reviewed as a very promising debut. They know exactly how to convince both as a perfectly gelling ensemble as well as independent solists. In the meantime the quartet developed with new compositions, played a lot of concerts and recorded this new CD. Everyone of the four musicians made compositional contributions to this CD and you can join the journey now. Outlook: More stormy than wooden.

Eigenwillige Kompositionen lassen ebeso aufhorchen wie technische Präsenz und ausgereiftes Satzspiel.
(Jazzpodium)
 
Eine Rhythmusgruppe gibt es nicht, aber sie fehlt nicht!
(Diabolo)

Bei soviel Soul und Swing-Feeling können die vier bequem auf eine Rhythmusgruppe verzichten, und auch der Rückgriff auf abgedroschene Standards bleibt ihnen dank eigener Schreibbegabung erspart.
(WOM-Journal, München)

Das Berliner Reedstorm Saxophone Quartet besteht inzwischen schon seit fast 10 Jahren, ihre letzte Veröffentlichung, das vielgelobte Debüt “Reedstorm Saxophone Quartet” ist beinahe genauso alt. Die vier Sax-Perfektionisten haben sich also offenbar viel Zeit gelassen, um ihr Zweitlingswerk “Favoureed” mit qualitativ hochwertigen Eigenkompositionen ausstatten zu können. Alle Musiker, Roland Schmitt am Alt- und Sopransax, Michael Scheunemann am Altsax, Torsten Piper am Tenorsax und Christof Griese im niederfrequenten Bereich (Baritonsaxophon), haben dafür mehrere Stücke aus eigener Feder beigesteuert. Alle Titel bewegen sich auf hohem kompositorischen Niveau, sind kurzweilig und in technischer Hinsicht absolut überzeugend eingespielt. Man hört dem Quartett an, das es perfekt aufeinander eingespielt ist: Christof Grieses Baritonsaxophon unterlegt die Stücke mit rhythmisch prägnanten Riffs, die eine Rhythmussektion in metrischer Hinsicht völlig überflüssig machen. Alle vier Musiker beherrschen ihre Instrumente perfekt und bewegen sich mit traumwandlerischer Sicherheit durch alle Genres der improvisierten Musik: Von balladesken Anfängen auf “London walk” über Midtempo-Nummern wie “Inner city drive to despair” bis hin zu schwindelerregenden Improvisationen auf “Twirl whirl” ist auf der CD so ziemlich alles vertreten, was den Jazz ausmacht.
Maik Disselhoff
Reedstorm Saxophone-Quartett - "Favoureed"
Wie hört es sich an, wenn der Wind sachte, aber doch schwungvoll durch das Schilf bläst? Ungefähr so, wie die vorwärtstreibende, manchmal auch verwirbelte Musik des Reedstorm Quartetts. Ihre jazzigen und bluesigen Kompositionen erzählen von Stimmungen und Empfindungen, deren Protagoisten jedoch unsichtbar im Hintergrund agieren.
Die vier Saxophonisten, die zusammen Reedstorm bilden – Roland Schmitt, Michael Scheunemann, Torsten Piper und Christof Griese – musizieren sich durch kleine Geschichten des Alltags: "Inner City Drive to Despair" beschreibt die tägliche Reise durch die verstopfte Innenstadt. Immer wieder gibt es ein freudiges Voran, ein Slalom durch die Noten, wobei man stellenweise auch genervte Autohupen zu hören meint. Im Stück "For Arthur with Breaks" variiert dagegen das Tempo – schnellere Rhythmen, gekoppelt mit klassischen Soli werden abgelöst von nachdenklichen Melodien.
"Twirl Whirl" illustriert die Suche nach einer fast vergessenen Antwort auf eine Frage, und den Versuch, sich zu erinnern. Hierbei verquirlen sich die Gedanken als Saxophonmelodien, katapultieren sich in höchste Höhen, sinken wieder langsam nach unten, um – mit gefundener Lösung – zügig zum Ursprung zurückzukehren.
Neun Jahre spielen die "Reedstorm"-Musiker in dieser Kombination erfolgreich zusammen – das wird auch in dem organischen Miteinander deutlich. Schöne Musik, um dabei den eigenen Gedanken nachzuhängen.
Ulrike Kreß